19 Apr

Lesung Susanne Reichert am 13. April 2019

Die Lesung am 13.04. 2019 mit Susanne Reichert fand wieder viel Anklang in unserer Gemeinde.

in der Idsteiner Zeitung vom 15. April erschien ein schöner Artikel der Lesung von Susanne Reichert und ihrer musikalischen Begleitung Jutta Loskill.

Danke an das Team der Gemeindebücherei, das die Lesung organisierte und wieder mit Fingerfood im Anschluss Zeit und Raum für viele Gespräche gab.

19 Feb

Einladung – Lesung Susanne Reichert am 13. April 2019


Am Samstag, 13. April um 19 Uhr liest die Autorin Susanne Reichert bei uns aus ihrem neuesten Roman „Tierisch abgehoben“.

Die Veranstaltung findet wieder in Kooperation mit der ev. Kirchengemeinde im Gemeindehaus statt.

Es geht um den turbulenten Alltag der fünfköpfigen Familie Schwarz mit allen  Widrigkeiten und unplanbaren Begebenheiten, die sich so aus dem Leben mit pubertären Kindern ergeben. Begleitet wird Frau Reichert von ihrer Freundin Jutta Loskill, die die Lesung eindrucksvoll mit eigenem Gesang und Gitarrenspiel unterstützen wird.

Die Autorin Susanne Reichert
 Jutta Loskill, die Musikerin, die Susanne Reichert bei der Lesung begleitet

Selbstverständlich gibt es auch wieder Getränke und ein großzügiges Fingerfood-Buffet.

Alles Nähere finden Sie/findet Ihr im angehängten Flyer. Anmelden kann man sich ab sofort in der Bermbacher Bücherei oder per Mail an buecherei@buergergruppe-bermbach.de.

Das Team der Bücherei würde sich freuen, möglichst viele interessierte Gäste begrüßen zu können.

Herzliche Grüße,

Martina Göres

07 Nov

Winzerrache- Lesung Andreas Wagner am 2.11.2018

Das Gemeindehaus in Waldems-Bermbach war voll.  Ungefähr 100 Besucher wollten bei der 2. Krimilesung von Andreas Wagner mit Weinprobe und anschließendem Beisammensein dabei sein.

Andreas Wagner, Winzer aus Essenheim und Krimiautor hat in Waldems-Bermbach eine wahre Fangemeinde. An diesem Abend liest er aus seinem neuen Roman „Winzerrache“. Dieser thematisiert u.a. den Glycolskandal von 1985 und greift auch alte Rechnungen in der Winzergemeinde aus Rheinhessen auf.  Wagner gelingt es, zwischendurch bei den  Weinproben, die Geschichte und Entwicklungen des Weinbaus auf launige Weise mit zu thematisieren.
Das Büchereiteam der Gemeindebücherei hatte wieder diesen Abend sehr gut vorbereitet und sorgte nach Abschluss der Lesungen für viele weitere Gespräche bei einem sehr schönen Fingerfood-Buffet und gutem Wein.
Hier einige Bilder.

Alle Anwesenden waren sich einig: Ein gelungener Abend und ein großes Dankeschön an alle, die bei Vorbereitung und Durchführung geholfen haben.

Siehe auch den Presseartikel in der Idsteiner Zeitung

11 Jun

Lesung Linda Winterberg 08.06.2018

„Ich kenne hier so viele Leute“, freut sich Nicole Steyer, als sie die rund fünfzig erwartungsvollen Zuhörer begrüßt, die der Einladung der Bermbacher Bücherei ins Gemeindehaus gefolgt sind. „Auch wenn ich heute anders heiße“, fügt sie lächelnd hinzu. Denn an diesem Abend liest Steyer, die vielen als Autorin spannender Mittelalter-Romane bekannt ist, unter dem Namen Linda Winterberg. „Ein anderer Verlag und eine andere Sorte Buch – das verlangt auch nach einem anderen Namen“ erläutert die sympathische junge Frau, die 1978 in Bad Aibling geboren wurde und mit ihrer Familie seit 2001 im Idsteiner Land lebt. „Solange die Hoffnung uns gehört“ ist bereits der zweite Roman, den sie als Linda Winterberg geschrieben und im atb-Verlag veröffentlicht hat.

Mucksmäuschenstill verfolgt das Publikum die Szene, die Winterberg mit ihrer klaren Erzählstimme als Einstieg in die Lesung gewählt hat. Der jungen Sopranistin Anni wird aufgrund ihrer jüdischen Herkunft im Herbst 1933 verboten, weiter an der Frankfurter Oper zu singen. Ihre kleine Tochter Ruth erlebt fassungslos, wie ihre bisherige Welt einstürzt. Die Repressalien, denen nicht nur ihre Familie, sondern die gesamte jüdische Bevölkerung ausgesetzt sind, nehmen zu, immer auswegloser wird die Situation. Vom Zwang, den Judenstern gut sichtbar an der Kleidung zu tragen, über die Weigerung vieler Länder, jüdische Flüchtlinge aufzunehmen bis zur Reichspogromnacht im November 1938 nimmt die bedrückende Handlung ihren Lauf. Nachdem Annis Bemühungen, gemeinsam mit Ruth aus Deutschland auszureisen, scheitern, entschließt sie sich schweren Herzens, zumindest ihr Kind in Sicherheit zu bringen und mit einem der Kindertransporte nach England zu schicken. Nach der Pause liest die Autorin vom bewegenden Abschied der Beiden auf dem Frankfurter Hauptbahnhof.

Die „Kinderverschickung“ hat es wirklich gegeben, sie jährt sich in diesem Jahr zum achtzigsten Mal. Rund 10 000 jüdische Kinder traten ohne ihre Eltern die Reise ins Ungewisse an, die meisten von ihnen sahen weder ihre Familien noch ihre Heimat wieder. Auch Anni wird es nicht schaffen, ihrer Tochter nachzureisen.

Linda Winterberg hat die Figur der Ruth an die 1924 geborene Eva Heymann angelehnt, die als musisch sehr begabtes Kind mit einem der Kindertransporte nach England reiste. Ihr Vater kam im Konzentrationslager ums Leben. Über Amerika kam Eva in den 50er Jahren als gefeierte Koloratursängerin nach Deutschland zurück, wo sie im Sommer 2016 im Alter von 91 Jahren starb. Auch andrere lebende und verstorbene Personen, auf die sie bei der Recherche zu ihrer Geschichte gestoßen ist, haben Einzug in den einfühlsam geschriebenen Roman gehalten.

Nach der Lesung, für die sie viel Applaus erhält, signiert die Autorin zahlreiche Bücher, hat sie doch die Frage, ob sich Anni und Ruth jemals wiedersehen werden, offen gelassen. Während die Gäste dem üppigen, abwechslungsreichen Fingerfood-Buffet zusprechen, das das Büchereiteam nach jeder seiner ein- bis zweimal im Jahr stattfindenden Lesungen auftischt, drehen sich noch viele Gespräche um die tragische Geschichte der verschickten Kinder. Selbstverständlich kann „Solange die Hoffnung uns gehört“ ab sofort in der Bermbacher Bücherei ausgeliehen werden, ebenso wie viele andere Bücher der Autorin. Die Öffnungszeiten sind mittwochs von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr und freitags von 16 bis 18 Uhr, auch während der Sommerferien ist die Bibliothek geöffnet.

05 Apr

Lesung Annika Kemmeter 06.03.2017

Idsteiner Zeitung vom 06.März 2017

Lesung im Bermbacher Gemeindehaus mit Annika Kemmeter

Annika Kemmeter bringt ihre Zuhörer im Bermbacher Gemeindehaus das Öfteren zum Schmunzeln Foto: Stefan Gärth

Von Marion Diefenbach

BERMBACH

Wie immer, wenn Martina Goeres für die Bermbacher Bücherei zu einer dieser lauschigen Veranstaltungen mit Fingerfood zum Abschluss einlädt, war das Bermbacher Gemeindehaus voll besetzt und das Publikum bester Stimmung. Und nachdem ihr Mann Philipp Kemmeter ein selbst komponiertes Begrüßungslied am Keyboard vorgetragen hatte, las diesmal die 1985 in Mainz geborene Annika Kemmeter (32 Jahre) aus ihren Kurzgeschichten und Gedichten zu verschiedensten Themen.

Sie begann mit der Geschichte der Hebamme Josie, die in der Münchner U-Bahn einen Kinderwagen samt Baby mitnimmt in der Annahme, die Mutter habe ihn vergessen oder in der bei Wöchnerinnen nicht seltenen geistigen Verwirrung absichtlich stehen lassen. Mit krimiähnlicher Spannung entwickelt sich die Story „Aussetzer“ über einen ganzen Nachmittag zum Alptraum, als die Ahnung zur Gewissheit wird und sich herausstellt, dass die vermeintliche Wöchnerin nicht die Mutter ist, sondern Josie einem in seine Zeitung vertieften Vater das Kind entführt hat…

Autorin ist aufgeregt

Sie habe Literaturwissenschaft, Psychologie und Französisch studiert und zwei kleine Kinder, hatte Kemmeter zu Anfang kurz erklärt. Die zierliche junge Frau in weißer Bluse, Jeans und Stiefeln wirkt aufgeregt und liest in hohem Tempo. Aber das erhöht – ebenso wie die klare Sprache und nachvollziehbaren Reaktionen – eigentlich nur die Spannung und verleiht auch den anderen Geschichten wie etwa „Heldentat 23“ einen besonderen Kick: Sönke ist mit dem Fahrrad auf der Hallig unterwegs und rettet hoch dramatisch untergehenden Wattwanderern das Leben. Bis sich herausstellt, dass es sich um die heutige Gutenachtgeschichte für die Fans, seine Hühner, handelt, die ohne eine solche schlecht schlafen.

Immer wieder überraschende Wendungen enthält auch „Die Schneeschmelze“, die nach Strukturvorgaben der Autorengruppe „Prosathek“ entstand, deren Mitglieder sich gegenseitig unterstützen, experimentieren und gemeinsame Veröffentlichungen herausgeben. Eine Familienfahrt zur Versöhnung des Vaters mit Frau und zwei Kindern spitzt sich, ausgelöst durch technische Störungen, psychologisch immer mehr zu.

Eine Geliebte, die es nicht gibt

Um samstags nicht putzen und die Oma besuchen zu müssen, hatte Ernst der Vermutung seiner Frau nicht widersprochen, eine Geliebte zu haben, was gar nicht zutraf – aber einige der wenigen bei der Lesung anwesenden Männer offenbar auf bestimmte Ideen brachte, wie in der Pause zu hören war…

Nach einer weiteren Musikeinlage gab’s im zweiten Teil „Tierisches“ zu hören: Auf die Geschichte von Thekla, der nach dem Schlüpfen von 124 Kindern völlig erschöpften Spinnenmutter, folgt eine ebenso originelle wie witzige Reihe kurzer Tiergedichte zu jedem Buchstaben, die von der Kakerlake in der Ritze bis zum reglosen Faultier ebenfalls jede Menge Überraschungen bringen. Amüsiert und schmunzelnd ging das Publikum abschließend zum Plausch bei den leckeren Häppchen über.

 

IZ Spannende Wendungen